Kompaktfilterzelle vs. Taschenfilter: Vorteile der Kompaktzelle

Kompaktfilterzellen haben im Vergleich zu klassischen Taschenfiltern eine wesentlich geringere Einbautiefe. Erreicht wird das durch eine plisseeartige, enge Faltung des viel dünneren Filtermaterials. Dadurch ergibt sich ein sehr hohes Verhältnis von Anström- zu Filterfläche, im Fall von Kompaktzellen von etwa 1:50. Das führt zu einer hohen Filterleistung und einer vergleichsweise langen Standzeit bei niedrigen Druckdifferenzen.

Aufbau einer Kompaktzelle

Das Filtermedium selbst ist ein vollsynthetisches Mikrospinnvlies, dessen Fasern zur Reinluftseite hin immer dünner werden. Dieser progressive Aufbau des Materials hat zur Folge, dass in Richtung der Reinluft immer kleinere Partikel aus dem Luftstrom herausgefiltert werden. Darüber hinaus ist das Vlies auch gegen hohe Luftfeuchtigkeit beständig.

Die Faltung des Mediums ist in Lage und Form sehr exakt und durch Schmelzpunkte fixiert. Die gesamte Vliespackung ist mit dem Kunststoffrahmen der Kompaktzelle luftdicht verschweißt. So können keine Leckagen entstehen und es wird tatsächlich der komplette Luftstrom durch das Filtermaterial geführt und optimal gereinigt.

Dieser stabile Aufbau ermöglicht die Verwendung der Kompaktfilterzelle auch bei hohen sowie bei wechselnden Volumenströmen ohne Verlust in der Abscheideleistung. Der sehr hohe Berstdruck von deutlich über 3000 Pa bietet mehr als ausreichende Sicherheit auch bei sehr großen Volumenströmen.

Energie-Effizienz als Auswahlkriterium

Betrachten wir eine raumlufttechnische Anlage in Bezug auf den Energieverbrauch, ist schnell klar, dass die Ventilatoren den weitaus größten Anteil am Energieverbrauch der Anlage haben. Untersuchungen haben ergeben, dass etwa 10 bis 20 % des Energieverbrauchs der Ventilatoren durch den Strömumgs-Widerstand der Filter verursacht werden. Je mehr sich die Filter zusetzen, desto mehr müssen die Ventilatoren arbeiten, um den notwendigen Volumenstrom zu erzeugen. Und desto mehr Energie wird verbraucht.

Aus diesem Grund rücken bei der Beurteilung von Luftfiltern immer häufiger Aspekte der Energie-Effizienz und der laufenden Betriebskosten in den Vordergrund.

Neben der Leistung und dem Anschaffungspreis bestimmen die Gesamtkosten des Betriebs (TCO: Total Cost of Ownership) immer mehr die Kaufentscheidung des Anlagenbetreibers. Diese Sichtweise bestimmt bereits seit vielen Jahren die Kostensicht auf zum Beispiel Automobile oder Computersysteme.

Untersuchungen haben ergeben, dass ein Taschenfilter der Filterklasse ISO ePM1 75% nach ISO 16890 innerhalb eines Jahres bei einem Volumenstrom von 3.400 m³/h Energiekosten in Höhe von bis zu 400,- Euro verursachen kann. Ein Wechsel zu einer energieeffizienten Filterlösung könnte zu einer Kosteneinsparung von 50 % auf ca. 200,- EUR führen.

Wie eingangs erwähnt, glänzt die Kompaktfilterzelle mit langen Standzeiten bei geringen Differenzdrücken und liegt damit in der Regel in der Energieeffizienz-Klassifizierung besser als ein üblicher Taschenfilter. Die höheren Investitionskosten bei Kompaktzellen werden daher im Lauf des Betriebs durch die Kosteneinsparungen mehr als kompensiert.

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