TAB im Gespräch mit Klaus-Philipp Felderer

tab: Die Felderer AG hat sich auf die Lüftungstechnik fokussiert. Stellen Sie bitte Ihr Unternehmen kurz vor.

Klaus-Philipp Felderer: Wir sind ein klassischer Großhändler für lufttechnische Markenprodukte, und auch wieder nicht. Denn wir schließen die typische Leistungslücke des Großhändlers durch eigene Produktionen von Luftleitungen und Sonderbauteilen. Und wir sind Spezialisten für gesteuerte Projektlogistik. Also die Stärken eines Großhändlers bei Standardprodukten, eines Herstellers im Sonderbau und eines Logistikers vereint in einem Unternehmen.

tab: Ihr Motto lautet „Luft ist unser Leben“. Wie füllen Sie diesen Anspruch mit Leben?

Klaus-Philipp Felderer: Wir verkörpern dieses Motto mit Haut und Haaren. Wir leben und lieben dieses Motto, auch weil es so vielschichtig ist: Gesunde Luft ist die Grundlage unseres Lebens, damit wird alles, was wir für unsere Kunden und Projekte tun, auch sinnhaft. Und wir betrachten das Motto als Auftrag, unseren Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit Luft zu leisten. Felderer leistet heute und in Zukunft seinen Beitrag zu Nachhaltigkeit und zum Klimaschutz.

tab: Sie haben im letzten Jahr und damit mitten in der ersten Welle der Corona-Pandemie Ihren Marktauftritt komplett überarbeitet. Mit welchen Punkten wollen Sie ihre Kunden besonders überzeugen?

Klaus-Philipp Felderer: Die Konfrontation mit der Pandemie hat uns zu einer Art Nabelschau veranlasst. Was ist uns wichtig? Wofür stehen wir? Welche Werte leben wir? Und gerade in dieser krisenhaften Zeit wurde uns klar, dass wir eine eindeutige Positionierung wollen im Spannungsfeld zwischen Rendite und werteorientiertem Handeln.

Als werteorientiertes Unternehmen stellen wir die Gesundheit unserer Mitarbeiter in den Vordergrund – Renditeüberlegungen haben in einer Krise klar hinten anzustehen.

Als werteorientiertes Unternehmen bieten wir unseren Kunden, unseren Mitarbeitern, aber auch unseren Industriepartnern ein Verhältnis auf Augenhöhe an: Mit allem, was zu einer fairen Partnerschaft gehört. Und das gilt nicht nur in einer Krise. Das sind unsere Gene.

tab: Welche Rolle spielen TGA-Fachingenieure als Zielgruppe für Ihr Unternehmen? (Welche Unterstützung bieten Sie diesen?)

Klaus-Philipp Felderer: Die TGA-Fachingenieure sind der Mittler zwischen den Bauherren und unseren Kunden. Wir wollen, dass die Planungsingenieure die Leistungsfähigkeit von Felderer kennen, alle unsere Fähigkeiten, die den reibungslosen Ablauf auch komplexer Baustellen sicherstellen. Und wir wollen, dass die TGA-Fachingenieure wissen, dass es einen fairen Partner gibt, der für ihre Projekte auch die extra Meile geht.

tab: Ziele rund um die Nachhaltigkeit und damit die Einhaltung der Klimaschutzziele haben bei Unternehmen der TGA-Branche einen besonders großen Stellenwert. Wie füllen Sie diese Anforderungen mit Leben?

Klaus-Philipp Felderer: Wir wollen nicht nur einen Beitrag zur Einhaltung der Klimaschutzziele über die Produkte leisten, die wir verkaufen. Das geht uns nicht weit genug. Zukünftig wird Felderer auch das Thema Nachhaltigkeit im eigenen Unternehmen besetzen.

In Zusammenarbeit mit MyClimate haben wir den CO2-Fußabdruck von Felderer, unsere umfassende Logistik eingeschlossen, ermittelt. Überall dort, wo CO2 eingespart werden kann, wird zukünftig CO2-Ausstoß vermieden oder reduziert. So wird die komplette Firmenflotte gerade auf reine Elektrofahrzeuge umgestellt, alle Lampen in Produktion und Verwaltung und Lager durch Energiesparlampen ersetzt.

Durch flexible Homeoffice-Lösungen für alle Verwaltungsmitarbeiter reduzieren wir die Fahrten zum Arbeitsplatz drastisch, und damit auch die Emissionen. Und wir haben noch viel mehr geplant.

tab: Sie gehen also noch einen Schritt weiter?

Klaus-Philipp Felderer: Ja, richtig. Das restliche CO2, das wir heute noch nicht vermeiden können, wird zukünftig über eine Kompensation ausgeglichen. Hier wird Felderer zukünftig ein regionales Projekt in Schleswig-Holstein (Vernässung des Königsmoores) und ein internationales Projekt in Ruanda (Gasöfen, die eine gesunde Luft im Raum der Bewohner zulassen) unterstützen.

tab: Sie nehmen an der Fachmesse indoor im Oktober 2021 teil. Welche Erwartungen haben Sie an die Veranstaltung in Frankfurt am Main?

Klaus-Philipp Felderer: In erster Linie freuen wir uns, endlich wieder unsere Kunden und unsere Partner persönlich zu treffen. Eine solche Fachmesse ist für uns eine perfekte Plattform, um unsere Kontakte auf Kunden- wie auf Lieferantenseite zu pflegen. Und wir freuen uns, unsere neue Positionierung optisch und inhaltlich vor echten Menschen auszustellen.

tab: Vielen Dank für das Interview. Wir freuen uns auch darauf, Sie und andere Aussteller in Frankfurt am Main wieder persönlich treffen zu können.

Dieser Artikel erschien in tab 7-8/2021

Luft ist unser Leben